SV SCHOTT Jena - Abteilung Tischtennis

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Projekte im Nachwuchsbereich

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Projekte des SV SCHOTT Jena



"InTTgration" - ein von der Aktion Mensch unterstütztes Projekt in unserem Verein

"InTTgration" ist ein von der Aktion Mensch im Rahmen der Initiative "5000 Mal Zukunft" mit 5.000 Euro unterstützes Projekt, das in unserem Verein im Zeitraum 01.11.2004 bis 31.08.2005 durchgeführt wurde. Die Schirmherrschaft für dieses anspruchsvolle Vorhaben wurde vom damaligen Jenaer Dezernenten für Soziales und Kultur, Herrn Dr. Albrecht Schröter übernommen.

In Kooperation mit den Grundschulen "An der Saale" und "Rodatalschule" sowie dem sozialintegrativen Projekt "Kindersprachbrücke e.V." im Jenaer Problemstadtteil Lobeda sollten vorwiegend Kinder mit Migrationshintergrund von der Straße weggeholt werden. Durch Schnupperkurse, regelmäßiges Vereinstraining, die Durchführung von mini-Meisterschaften , Trainingslager vor Ort und nicht sportspezifische Freizeitaktivitäten in den Schulferien sollte eine frühzeitige und dauerhafte Bindung von Migrantenkindern und Kindern aus sozial benachteiligten Familien an die Sportangebote der Tischtennis-Abteilung des SV Schott Jena erreicht werden.

Die Einbeziehung der Kinder selbst in die Planung der einzelnen Aktivitäten spielte dabei eine große Rolle. Das Projekt hatte in erster Linie breitensportlichen Charakter, bei dem Spaß an Sport und Bewegung Vorrang vor dem Leistungsgedanken haben.

Im Projektzeitraum haben zwei Schnuppertage und drei Ferienlehrgänge stattgefunden.

Im März 2005 wurden die mini-Meisterschaften mit 16 Teilnehmern in Jena durchgeführt. Dabei qualifizierten sich vier unserer "InTTgration"-Kinder bis zum Bezirks- und zwei zum Landesentscheid. Außerdem konnten Teilnehmer von "InTTgration" erste Turniererfahrungen beim Sponeta-Cup in Erfurt sammeln.

Zum Projektabschluss in den Sommerferien haben Teilnehmer von "InTTgration" am Sommercamp des TTTV in Bad Blankenburg teilgenommen. Außerdem fand in eigener Halle zum Ende der Sommerferien ein abschließender Lehrgang statt.

An "InTTgration", dessen erfolgreiches Gelingen maßgeblich von den Nachwuchstrainern Anika Resch und Marco Grundtner bestimmt wurde, haben etwa 30 Kinder im Alter von 5 bis 16 Jahren teilgenommen. Die Gruppe trug internationalen Charakter. Es waren neben Kindern aus Russland, Weißrussland und der Ukraine auch Kinder chinesischer Herkunft integriert. Im Projektzeitraum ist die Mitgliederzahl im Nachwuchsbereich von 25 auf 62 gestiegen.

„TT – together“ - ein in Eigeninitiative gegründetes Projekt

Im Mai 2005 haben vier aktive Spieler der Abteilung Tischtennis des SV SCHOTT Jena selbstständig eine Jugendinitiative namens „Schott TT-Youth“ gegründet. Zu der Kerngruppe der „SCHOTT TT-Youth“ zählen Marco Grundtner, Anika Resch, Michael Friebel sowie Hans Kaiser. Die Gründung dieser Jugendinitiative schaffte die Grundlage zur Durchführung eines Projektes das den Namen „TT – together“ trägt. Dieses Projekt wird mit der Unterstützung der Europäischen Union finanziert.

„TT – together“ startete am 01.09.2005 und richtet sich an Menschen mit Migrationshintergrund in der Stadt Jena, gleich welchen Alters. Diesen soll durch die Projektaktivitäten die sportliche Betätigung im Gesundheitssport Tischtennis unter fachkundiger Anleitung lizenzierter Trainer des SV Schott Jena ermöglicht werden, wobei eine Integration in die TT-Abteilung unseres Vereins angestrebt wird. Spiel, Spaß und Bewegung sollen nicht nur in unserer Sporthalle angeboten werden, sondern durch das Projekt sollen Angebote "vor Ort" (Jugendmigrationsdienst der AWO, Asylbewerberunterkunft, Übergangswohnheim Aussiedler, TT-AGs in Schulen und Jugendclubs mit hohem Migrantenanteil) realisiert werden. Die TT-Abteilung unseres Vereins unterstützt das Projekt hauptsächlich durch die Bereitstellung von benötigten Materialien wie z.B. Schlägern, Bällen, Netzen und Tischen sowie die Bereitstellung von Hallenkapazitäten für vereinsgebundene Trainingszeiten sowie nicht vereinsgebundene Wochenendlehrgänge bzw. sonstige, ähnliche Veranstaltungen. Darüber hinaus stellt diese auch die für den Erfolg des Projekt nötigen ausgebildeten Honorartrainer, die die eigentliche Trainingsarbeit vor Ort durchführen werden.

Wir möchten mit dem Projekt erreichen, dass:

  • Migranten die Möglichkeit geboten wird, Sport ohne Hemmschwellen auszuüben,
  • dies sich förderlich auf ihre körperliche wie mentale Gesundheit auswirkt,
  • ihnen das Gefühl vermittelt wird, dass sie hier willkommen and angenommen sind,
  • ihnen aktive Hilfen zur Eingliederung in einen Verein unterbracht werden,
  • sie somit die Möglichkeit der aktiven Partizipation am Vereinsleben haben,
  • alle Mitglieder unserer Abteilung ihre soziale Verantwortung gegenüber allen in unserer Stadt lebenden Menschen wahrnehmen und somit
  • letztendlich Fremdenhass und Rassismus ein wirkungsvolles Signal aktiver gesellschaftlicher Teilhabe entgegen gesetzt wird.

„ParTTizipation“ - ein von der Robert Bosch Stiftung gefördertes Projekt

Von Dezember 2006 bis Dezember 2007 führte die „SCHOTT TT Youth“ innerhalb unserer Abteilung erfolgreich das von der Robert Bosch Stiftung geförderte Projekt „ParTTizipation“ durch. Am Projekt beteiligt waren u.a. Mathias Völzke (Diplom Sportwissenschaftler/ A-Lizenz-Trainer), Anika Resch (Studentin der Psychologie/ DTTB Juniorteam/ B-Lizenz-Trainerin), Bernhard Wachhall (Referendariat Sportwissenschaft/ Geografie/ C-Lizenz-Trainer), Michael Majewski (Student Sportwissenschaft/ C-Lizenz-Trainer), Andreas Amend (Diplom Sozialarbeiter/ Finanzwart der Tischtennisabteilung), Jasmin Nestler (Schülerin/ Jugendvertretung Tischtennis), Fedor Nebb (Schüler/ Jugendvertretung Tischtennis) und Alexander Weitnauer (Schüler/ Jugendvertretung Tischtennis).

Mit dem Projekt wurde das bereits seit über mehrere Jahre verfolgte Ziel der „SCHOTT TT-Youth“ und unserer Abteilung der Integration junger Migranten in den Trainings- und Sportbetrieb der Abteilung weiter intensiviert und stabilisiert. Insbesondere sollten junge Menschen, Migranten wie Einheimische, stärker an den Planungs-, Organisations- und Entscheidungsprozessen in der Abteilung aktiv beteiligt werden. Die Kinder und Jugendlichen erlernen so, was praktische, gelebte Partizipation als Form demokratischer Teilhabe bedeutet und wie diese sich konkret in einem Sportverein gestalten kann. Weiterhin zielte das Projekt darauf ab, die Eltern der beteiligten Kinder- und Jugendlichen stärker für die sportlichen Aktivitäten ihrer Kinder zu interessieren, sie zur Mitarbeit und Verantwortungsübernahme in der Freizeitgestaltung ihres Nachwuchs zu motivieren und sie im Idealfall gar selbst zur gemeinsamen sportlichen Betätigung sowie dem eigenen Engagement im Verein zu bewegen.

Im Rahmen des Projekts fanden eine Vielzahl von gemeinsamen Aktivitäten statt. Dazu zählten u.a. die Weihnachtsfeier 2006, mit der am 21.12.2006 im Stadtteilbüro Lobeda im Rahmen der Wanderausstellung „anders? Cool!“ das Projekt „ParTTizipation“ offiziell eröffnet wurde. Zur weiteren Mitgliedergewinnung fand am 03.03.2007 der Ortsentscheid der mini-Meisterschaften 2007, an dem 18 Kinder im Alter von 8-12 Jahren, davon viele mit Migrationshintergrund, teilnahmen, in unserer Halle statt. Eine Woche zuvor fanden in Schulen bzw. in unseren Schul AG´s Vorentscheide statt, bei denen alle Teilnehmer Urkunden, Medaillen und Kleinpreise erhielten. Einen besonderen Höhepunkt stellte am 05.05.2007 die Durchführung des 1. Jenaer Familien-Pokal im Tischtennis. Unter der Schirmherrschaft des Jenaer MdB Volker Blumentritt starteten über 30 Teilnehmer in alters- und geschlechtsgemischten Teams. Im Vordergrund des Turniers standen vor allem Spaß und Freude am Tischtennis spielen und an der Gemeinsamkeit im Sport, gemäß dem Motto “Dabei sein ist alles“. Zum Ende der Saison 2006/2007 fand dann im Rahmen des Saisonabschlusses am 27.06.2007 ein Workshop in Vorbereitung der Wahl der Jugendvertreter auf dem Programm. Den Kindern wurden hier zunächst grundlegende Informationen über Aufgaben und Funktionen einer Jugendvertretung vermittelt, ehe abschließend die Wahlkandidaten aufgestellt wurden. Ca. 30 Kinder und Jugendliche beteiligten sich am Workshop. In den folgenden Wochen bis zu den Sommerferien wurde dann die eigentliche Wahl der Jugendvertretung in den einzelnen Trainingsgruppen durchgeführt. Gewählt wurden als Jugendvertreterin Jasmin Nestler, als Migrantenvertreter Fedor Nebb und als Jugendvertreter Alexander Weitnauer. Am 08.09.2007 fand dann das große Nachbarschaftsfest in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber im Stadtteil Lobeda-Ost statt, an welchem wir uns mit einem gut angenommenen Tischtennisturnier für jedermann beteiligten. Alle Teilnehmer erhielten Urkunden und kleine Preise. Am 20.09.2007 fand in unserer Sporthalle ein Elternabend statt, zu welchem alle Eltern der Nachwuchssportler eingeladen waren. In der Veranstaltung informierten die Trainer zu den Plänen für die Saison 2007/08, Trainingsschwerpunkten und organisatorischen Fragen sowie auch zur Arbeit der Jugendvertretung. Leider nahm nur ca. ein Drittel der eingeladenen Eltern die Gelegenheit wahr, sich genauer über die Betreuung ihrer Kinder in unserem Verein zu informieren und ggf. eigene Wünsche und Anregungen zu äußern. Seinen Abschluss fand das Projekt dann am 20.12.2007 mit einem großen Weihnachtsturnier für Nachwuchssportler und deren Eltern, an dem sich 45 Personen beteiligten. Gespielt wurde in Dreiermannschaften die aus 3 unterschiedlichen Lostöpfen gezogen worden sind (Topf 1: sehr gute Spieler; Topf 2: mittelgute Spieler; Topf 3: gute Spieler). So wurden die Mannschaften bunt durcheinander gewürfelt und es spielten erwachsene Vereinsspieler mit Eltern und einem Nachwuchsspieler in einer Mannschaft.

Neben diesen Einzelaktionen wurde im Rahmen des Projekts auch eine Reihe von Turnieren besucht, so z.B. der 14. Thüringer Sponeta Cup des TTZ Sponeta Erfurt (05/06.05.2007), das 12. Pfingstturnier des VfB Greiz (10.05.2007), die 18. Andro Tischtennis Kinderolympiade in Düsseldorf (17.-19.08.2007) und der mini-Cup des TTTV in Bad Blankenburg (01.12.2007). Sowohl in den Oster- als auch in den Herbstferien fanden einwöchige Ferienlehrgänge in unserer Halle statt. Betreut wurden diese von den B-Lizenz-Trainern Marco Grundtner und Anika Resch. Ziel dieser Lehrgänge war es zunächst den Kindern eine attraktive und sinnvolle Freizeitaktivität zu günstigen Preisen in ihrer Ferienzeit anzubieten.

Weiterhin wurden monatliche Treffen mit der Jugendvertretung durchgeführt, ihre Mitstreiter wurden an die Arbeit des Abteilungsvorstandes herangeführt und auch die Arbeit in den Tischtennis-AGs wurde qualitativ wie quantitativ erweitert. Mit derzeit sechs AGs ist unserer Tischtennisabteilung nun an allen Schulen mit hohem Migrantenanteil in Jena vertreten; darüber hinaus konnte die AG an der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber stabilisiert werden. Auch die Trainingszeiten im Nachwuchs-Vereinstraining konnten erweitert werden, so dass nun zweimal wöchentlich ein reines Anfängertraining möglich ist.

Durch das Projekt „ParTTizipation“ konnten die Trainingsaktivitäten verbessert und ausgebaut werden, Freizeitaktivitäten in Form von Lehrgängen wurden erfolgreich organisiert und von den Kindern zahlreich besucht. Es konnten neue Mitglieder im Nachwuchsbereich gewonnen werden. Die Hauptziele des Projektes, die Wahl einer aktiven Jugendvertretung als auch die Etablierung eines Jugend- und Migrantensprechers sind gelungen. Die Einbindung und vermehrte Teilhabe der Eltern an Tischtennisaktivitäten hat sich u.a. durch das erfolgreiche Familienturnier sowie das Weihnachtsturnier deutlich verbessert. Positiv zu erwähnen sind auch jene Aktivitäten, die durch Kontinuität gekennzeichnet sind. So wird die Jugendvertretung weiterhin an der Verwirklichung von Zielen und Vorstellungen der Nachwuchsspieler arbeiten, Besprechungen mit den Betreuern führen und die vermittelnde Rolle bei den Vorstandssitzungen weiter tragen und somit den Nachwuchsspielern mehr Teilhabe und Entscheidungsfähigkeit im Verein zu ermöglichen. Auch die Zusammenarbeit mit unseren Partnern im Stadtteil Lobeda verlief sehr erfolgreich. Hier sind insbesondere die Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber, die Rodatal-Schule, die Alfred-Brehm Schule, die Lobdeburgschule, die Heinrich Heine Schule, das Otto Schott Gymnasium, das Jugendzentrum Klex und der Jugendmigrationsdienst der AWO zu nennen.

 

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